Den Menschen als Ganzes sehen und behandeln – zwischen Ideal und Praxis:
Fachtagung der Privatklinik Hohenegg und der Gesundheitswelt Zollikerberg

Eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen klingt selbstverständlich – ihre konsequente Umsetzung im klinischen Alltag ist jedoch anspruchsvoll. Dabei ist sie ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine nachhaltige und wirksame Behandlung. Die gemeinsame Fachtagung der Privatklinik Hohenegg und der Gesundheitswelt Zollikerberg geht der Frage nach, was es braucht, damit Menschen tatsächlich als Ganzes wahrgenommen und behandelt werden. Sie lädt am 25. November 2026 Fachpersonen aus Praxis, Wissenschaft und Politik zum interdisziplinären Austausch ein.

Vorschau auf die gemeinsame Fachtagung der Privatklinik Hohenegg und der Gesundheitswelt Zollikerberg

Ganzheitlichkeit gehört im Gesundheitswesen zu den meistgenannten, aber am wenigsten eingelösten Ansprüchen. Integriert, patientenzentriert, personalisiert, nachhaltig – die Begriffe häufen sich, doch was bedeutet es konkret, einen Menschen wirklich als Ganzes zu sehen und zu behandeln? Und warum scheitert dieser Anspruch in der Praxis so oft an Zuständigkeiten, Abrechnungslogiken und Systemgrenzen?

Diesen Fragen widmet sich am Mittwoch, 25. November 2026, von 13.00 bis 17.30 Uhr eine gemeinsame Fachtagung der Privatklinik Hohenegg und der Gesundheitswelt Zollikerberg im Seminarzentrum Hottingen in Zürich.

Unter dem Titel «Den Menschen als Ganzes sehen und behandeln – zwischen Ideal und Praxis» kommen Fachpersonen aus Medizin, Pflege, Ethik und Gesundheitsmanagement zusammen, um Erfolgsfaktoren, Stolpersteine und nächste realistische Schritte auf dem Weg zu einer wirklich ganzheitlichen Gesundheitsversorgung auszuloten.

Drei Blickwinkel auf ein zentrales Thema

Das Programm ist in drei Teile gegliedert. Den Auftakt macht eine Begriffsklärung: Dr. phil. Joëlle Albrecht ordnet ein, was hinter Schlagworten wie «integriert» oder «holistisch» tatsächlich steckt, bevor Prof. Dr. med. univ. Josef Jenewein, Ärztlicher Direktor der Privatklinik Hohenegg, aufzeigt, weshalb das Zusammenspiel von Körper und Psyche kein Nice-to-have, sondern ein Wirksamkeitsfaktor ist.

Im zweiten Teil geht es um die Umsetzung: Regula Schlotterbeck berichtet aus dem Notfallalltag, wo Ganzheitlichkeit auf institutionelle Hürden trifft. Dr. Flavio Tschopp benennt die Voraussetzungen für eine ganzheitliche Versorgung. Dr. med. Ruedi Schweizer stellt mit dem Zentrum für psychische Gesundheit der Privatklinik Hohenegg (ZPG) ein gelebtes Kooperationsmodell zwischen den Spitälern Zollikerberg und Männedorf sowie der Privatklinik Hohenegg vor. Dr. med. Annette Ciurea ergänzt mit Lessons Learned aus der Palliative Care, einem Bereich, der den ganzheitlichen Anspruch bereits seit Langem einlöst.

Den Abschluss bildet ein Podiumsgespräch: Unter der Moderation von Dr. theol. Jean-Daniel Strub diskutieren Dr. Flavio Tschopp, Dr. Annette Ciurea, Dr. med. Hanna Steinmann und Dr. phil. Regine Strittmatter, wo die grössten Widerstände liegen – und wo die Gesundheitsversorgung als Nächstes ansetzen sollte und könnte. Im Anschluss haben die Teilnehmenden Gelegenheit, eigene Fragen einzubringen.

Für wen sich die Teilnahme lohnt

Die Veranstaltung richtet sich an die interessierte Fachöffentlichkeit – von Gesundheitspolitikerinnen und -politikern über Krankenkassenvertreterinnen und-vertreter bis zu zuweisenden Fachpersonen und ebenso an Mitarbeitende der beteiligten Institutionen.

Alle Fachpersonen im Gesundheitsbereich sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme wird offeriert. Wir freuen uns auf rege Diskussionen!

Für die Fortbildung werden jeweils 4 Credits bei SGPP und SAPPM anerkannt.

Ein Apéro rundet den Nachmittag ab und bietet Raum für Austausch und Vernetzung.

Hier geht es zur Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 15. November 2026

Bei Fragen stehen zur Verfügung:

Joëlle Albrecht: joelle.albrecht@institut-neumuenster.ch

Sabine Claus: sabine.claus@hohenegg.ch

Autor*innen

  • Sabine Claus

    Leiterin Marketing & Kommunikation

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